Der Text dieses Liedes stammt von Emil Clauberg. Emil Clauberg war Lehrer an der Gildeschule in Mehrum von 1908 -1913
Die Herkunft der Melodie ist unbekannt.
Von dem Lärm der Welt geschieden,
liegt am flachen Rheinesstrand
eines Dörfchens süßer Frieden,
noch in keinem Lied genannt.
Refr.
Eines Dörfchens süßer Frieden,
noch in keinem Lied genannt….
Dichter steigen gern zu Berge,
rebumkränzt und waldbedeckt.
Wo das muntere Volk der Zwerge
ihre Musenader weckt.
Doch auch ohne Dichterweise
ohne stolze Bergeshöhen
hat das Dörflein klein am Rheine
seine Reize wunderschön.
In des Obsthains grüner Fülle
liegt es märchenhaft versteckt,
wo kein Kirchturm seine Spitze
hoch und kühn zum Himmel reckt.
Weite wechselreiche Fluren
führen grüßend zu ihm hin,
wo aus karg bedachtem Boden
Fleiß und Mühe Segen ziehen.
Dort nur sieht ein rotes Dächlein
eine weiße Wand uns nah`n,
sehnsuchtsvoll der Stunde harrend,
uns gastfreundlich zu empfangen.
Jene stolze Lindenreihe
deckt ein Schloss von Grün umrankt,
dem das Dörflein sein Entstehen
und sein frohes Glück verdankt.
Frau von Plettenberg die Edle,
teilt – ein echt Luisenherz –
mit dem letzten Dorfbewohner
jede Freude, jeden Schmerz.
Gerne gibt sie, wo zu geben,
hilft, wo sie nur helfen kann,
mit getreuer Kindesliebe
dankt ihr dafür jedermann.
Gott erhalte sie in Gnaden
noch recht lange, lange Zeit,
kröne hier ihr Werk mit Segen,
dort mit Himmelsseeligkeit.
Und des Dörfchens kleines Völkchen
ist der Liebe Sonne wert,
anspruchslos hat es zum Glücke
niemals allzu viel begehrt.
Frisches Blut, ein freundlich Stübchen,
seinen Garten und sein Feld
tauschte es, bei Gott, nicht gegen
alle Schätze dieser Welt.
Drum ihr lieben Leute alle
stimmet alle jubelnd ein,
Mehrum ist des Dörfleins Name
und es ist das Dörflein mein.
